
Die Ausstellung untersucht erstmals die Wechselwirkungen zwischen Ernst Ludwig Kirchners Kunst und dem frühen deutschsprachigen, expressionistischen Film.
Kirchner skizzierte nachweislich im Kino – ein Hinweis auf die starke Inspiration durch bewegte Bilder. Zentrale Themen wie Grossstadt, Bewegung, Angst und Identität verbinden seine Werke mit filmischen Motiven der 1920er-Jahre.
Ikonen wie Asta Nielsen sowie Filme wie Der Student von Prag oder Das Cabinet des Dr. Caligari greifen Motive wie Doppelgänger, innere Zerrissenheit und gesellschaftliche Umbrüche auf, die auch Kirchner beschäftigten. Stummfilmklassiker von Murnau, Wiene und Lang zeigen das Kino als Experimentierfeld neuer Bild- und Raumerfahrungen.
Auch Kirchners Zeit in Davos wird einbezogen: Hinweise aus Briefen und Tagebüchern geben Einblick in seine mögliche Filmerfahrung. Filmstills, Sequenzen und ein Begleitprogramm machen die enge Verbindung von Malerei und Film sinnlich erfahrbar.